Vita

Karl von Feilitzsch wurde am 2. April 1901 in München geboren. Seine Liebe zur Musik wurde früh gefördert. Auf Weisungen des Elternhauses absolvierte er ein Jurastudium in München, studierte aber gleichzeitig musikalische Theorie an der Münchener Akademie der Tonkunst, der heutigen Musikhochschule. 1928 fand die Uraufführung seiner Oper „Die Rote Fackel“ mit Texten von Karl Kraus in Nürnberg mit großem Erfolg statt. Im folgenden Jahr brachten die Opernhäuser in Ulm und Plauen seine vierte Oper „Konrad und Marie“ zur Aufführung.

1931 schloss Karl von Feilitzsch seine musikalische Ausbildung ab. Es folgten bis 1935 die Meisterklassen bei Waltershausen und H. Pfitzner, wobei letzterer ihn als Praktikant im operndramaturgischen Seminar übernahm. 1935 wurde sein musikalischer Werdegang zum ersten Mal unterbrochen. Der Direktor der Akademie für Tonkunst und seine Stelle wurden durch Mitglieder der NSDAP ersetzt. Kurze Zeit später erging ein Verbot seiner Vorträge an der Akademie. Die vorgesehene Anstellung an der Akademie unterblieb auf Grund von „Zweifeln an der weltanschaulichen Zuverlässigkeit“ des jungen Komponisten. 1940 trat Feilitzsch in die NSDAP ein, nachdem er 1939 Mitglied der Widerstandsgruppe um Eugen Polzin in Berlin und München geworden war. 1944 trat er zum Katholischen Glauben über.

Nach 1945 arbeitete Feilitzsch mit dem Kabarett Schaubude. Es entstanden die zynischen Kompositionen Die Hinterbliebenen und Hurra Wir Sterben. Ab 1955 komponierte er zu zahlreichen Werbe- und Kunstfilmen, sowie zu Theaterstücken am Residenztheater und Münchner Kammerspielen, um seine wachsende Familie zu unterhalten.

In den frühen 1960er Jahren engagierte sich Feilitzsch vermehrt öffentlich für den Umweltschutz. 1969 gründete er die erste deutsche Bürgerbewegung für Umweltbelange „Die Grüne Aktion“. Mit dem MdB Dr. Franz Gleißner kämpfte erfolgreich gegen die Rodung des Hofoldinger Forstes, „der Lunge Münchens“, und verhinderte dort den Bau des neuen Münchner Flughafens. Infolge seines Engagements für die Umwelt unterbleiben weitere öffentlichen Aufträge.

Ab 1970 nahm Feilitzsch die Position als Lehrer für Komposition und Orchesterleitung von Enoch zu Guttenberg an. Ferner begann er eine Zusammenarbeit mit der Chorgemeinschaft Neubeuern.

Karl Freiherr von Feilitzsch starb am 7. August 1981 in München.